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Ökumenischer Festgottesdienst

Wenn Mauern in Kirchen und Köpfen fallen - Heidelberg feiert 500jähriges Reformationsjubiläum mit Ökumenischer Vereinbarung

Dr.Joachim Dauer, Dr.Marlene Schwöbel-Hug, PfrIn. Sibylle Baur-Kolster

 

So voll, geradezu überfüllt, hat man die Heiliggeistkirche im Herzen der Altstadt selten gesehen: Am 31. Oktober 2017 drängten sich noch gut hundert Besucher vor den beiden Eingängen, aber es war nichts zu machen: Niemand passte mehr ins Gebäude. Dass so unerwartet viele kamen, hatte gleich mehrere Gründe: Um 18 Uhr gab es eine spektakuläre Tanzperformance samt Lichtinstallation, eine Stunde später den ökumenischen Festakt samt Gottesdienst - sozusagen der Höhepunkt der Heidelberger Reformationsfeiern. Und das im besten ökumenischen Geist, denn hier feierten die Protestanten nicht unter sich, sondern gleich mit den anderen neun Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Heidelberg (ACK), deren Vertreter zu Beginn des Gottesdienstes eine Ökumenische Vereinbarung  unterzeichneten. Die Tänzer des Unterwegs-Theaters hatten eine knappe Stunde genau das thematisiert, um was es an dem Abend auch gehen sollte: Gab es zunächst nur Konflikte und Gewalt unter den Konfessionen, wurde schließlich die Mauer zwischen Chor und Langhaus durchbrochen - wie auch in Heiliggeist vor 71 Jahren. Zuvor war die Kirche 230 Jahre lang von Protestanten, Katholiken (und später Altkatholiken) genutzt worden.

Die Steine sind mehr als nur ein Symbol: "Es gibt immer noch Steine auf dem Weg zur Ökumene, aber wir machen uns wenigstens auf den Weg", so die evangelische Stadtdekanin Marlene Schwöbel-Hug. Dazu passte auch die Predigt des Heidelberger Theologen Professor Michael Welker, der dazu aufrief, die Reformation "als Botschaft der Befreiung" zu feiern. Denn die Reformation führte nicht nur zur Kirchenspaltung, sondern auch zu einer umfassenden geistigen und theologischen Erneuerung und einer sozialen Bewegung, die wir heute als Caritas oder Diakonie kennen. Welker verschwieg auch nicht "das Versagen der Reformation": das Unverständnis gegenüber der Not der Bauern oder antisemitische Ausfälle. Und doch: 500 Jahre Reformation ist, alles in allem, mehr Licht als Schatten.

(nach einem Bericht der RNZ am 2.11.2017 von R. Henkel)

Bilder vom Festakt  (Quelle: Evangelische Kirche Baden / Heidelberg) 

 
Tag der Schöpfung 2016

ImageBereits seit mehreren Jahren feiert die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Heidelberg (AcK) im September einen zentralen Gottesdienst  (im Freien, sofern das geht) in der Altstadt.

Sie nimmt damit ein Anliegen der weltweiten Ökumene auf, im September über diese Gottesdienste an unsere Verantwortung für die Schöpfung zu erinnern. Eine Verantwortung, die sich nicht konfessionell trennen lässt, sondern in der sich alle engagierten Christen sehen. Und diese Verbundenheit in der Sache gibt dem Gottesdienst sein besonderes Gesicht. Denn nicht nur die Evang. Konfessionen- evang. Lutherisch und uniert- sind vertreten, zusammen mit der  römisch-katholischen Kirche, sondern auch Altkatholiken, Methodisten, die englische Kirche, die freie evang. Gemeinde der Baptisten., Karlstorgemeinde,    ebenso wie  die Neuapostolische Kirche und „Adventisten“ . Außerdem die griechisch-orthodoxe Gemeinde, die zur Artoklasia einlädt- einem gemeinsamen Brotbrechen.

So hat man gleich Gelegenheit, an den schön gerichteten Tischen im Rahmen des Gottesdienstes miteinander ins Gespräch zu kommen, die Gemeinschaft zu pflegen und in die anderen Konfessionen einfach und unkompliziert Einblicke zu gewinnen.

 

 

In diesem Jahr feiern wir auf dem Richard Haus Platz vor der Jesuitenkirche am 9. September, Beginn 18.00 Uhr.

Bei schlechter Witterung weichen wir aus in das Gemeindehaus der kath. Altstadtgemeinde Heiliggeist ( Jesuitenkirche).

 

 

 

 
Ökumenische Mittagsandacht

Jeden Werktag 10 Minuten verweilen, von 12:30 h bis 12:40 h in der Heiliggeistkirche..

Herzliche Einladung!

 
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